Hoffnung, mit Vergnügen
Wenn wir gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben, dann starten wir das Jahr mit Hoffnung.
Hoffnung, dass wir es diesmal schaffen den inneren Schweinehund zu überlisten.
Wir werfen einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft ohne den Ballast alter Gewohnheiten.
Wenn wir erst gar keine Vorsätze formuliert haben, dann starten wir das Jahr auch mit Hoffnung. Wir hoffen, dass das Jahr gut wird, auch wenn alles beim Alten bleibt.
Zwischen den Jahren, um Mitternacht herum, sind wir für gewöhnlich vergnügt und optimistisch. Wir haben Vertrauen – in uns und in die Zukunft. Ich meine aber, dass wir um eine gewisse Reflektion, auch in der besten aller Welten, nicht herumkommen.
„Leben heißt wählen. Aber um richtig zu wählen, müssen wir wissen, wer wir sind, wofür wir stehen, wohin wir wollen und warum wir dorthin wollen.“
Das ist die Botschaft des Nobelpreisträgers Kofi Annan.
Hoffnung hat vielen Menschen ein Überleben überhaupt ermöglicht.
Hoffnung basiert auf Glauben und Vertrauen. Wir glauben, dass wir das, was wir bewältigen müssen, schaffen. Wir vertrauen unseren Kräften, physisch, wie psychisch.
Hoffnung verlangt aber auch nach Mut. Mut unbekannte Wege zu gehen; Mut uns auf neue Situationen einzulassen.
Damit das Hoffen nicht zu einer weiteren Pflichtübung wird, plädiert Martha Nussbaum, Professor für Recht und Ethik in Chicago:
„Wir können Hoffnung nur durch Freude und Vergnügen im Leben aufrechterhalten… Freude am Leben ist das, was uns aufrecht erhält. Sie lässt uns loyale Anhänger von Respekt und Mitgefühl und Gerechtigkeit bleiben, während wir versuchen die Hindernisse auf unserem Weg zu überwinden.“
Zum Thema Hoffnung möchte ich Ihnen folgendes Buch ans Herz legen:
Leo Bormans - Hoffnung.: The World Book of Hope. Der wirkliche Schlüssel zum Glück
Hoffnung hilft aus meiner Sicht auch Einiges mit mehr Leichtigkeit anzugehen.
Julia Kalmund, Januar 2016