Archiv für den Autor: Anna Bechler

MÄRZ-PHILOSKOP: HYPATIA

HimmelHypatia
Die neuplatonische Denkerin Hypatia wurde um das Jahr 355 in Alexandria geboren und im März 415 oder März 416 in Alexandria ermordet. Es sei an dieser Stelle gestattet, einmal nicht den Geburtstag, sondern den Todestag zur Inspiration zu nutzen…

Die wichtigsten Zeugnisse, die wir von ihr haben, stammen von ihrem Schüler dem späteren Bischof Synesios von Kyrene. Synesius verehrte seine nicht-christliche Lehrerin, die von einem christlichen Mob brutal ermordet wurde, über alle Maßen. Hypatia war als enge Vertraute des römischen Präfekten Alexandriens in einen Religionskonflikt zwischen Juden, Christen und dem Staat geraten, mit dem sie selbst nichts zu tun hatte, der sie aber ihr Leben kostete. Weiterlesen

EPIKUR: PHILOSOPHIE ALS THERAPIE

Epikur im Februar

Promenade„Leer ist die Rede jedes Philosophen, durch die keine menschliche Leidenschaft geheilt wird. Wie nämlich Medizin nichts nützt, wenn sie nicht die Krankheiten aus dem Körper vertreibt, so nützt die Philosophie nichts, wenn sie nicht die Leidenschaft aus der Seele vertreibt.“

Diese Aussage Epikurs könnte man fast als Wahlspruch der gesamten antiken Philosophie ausgeben.

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FEBRUAR-PHILOSKOP: SCHOPENHAUER

Arthur Schopenhauer

ViewArthur Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 in Danzig geboren. Der Nachwelt ist er vor allem mit seinen Aphorismen zur Lebensweisheit bekannt geworden.

Sein Werk umfasst jedoch sehr viel mehr Schriften als nur die Aphorismen, in denen er, in der ihm gleichermaßen brillanten wie ätzenden Art, darüber reflektiert, wie das menschliche Leben gut gelingen kann.

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EPIKUR: LUST

Epikur im Januar


Riesenrad
Lust als Lebensziel
Es gibt vermutlich nicht allzu viele Philosophen, die vorsätzlich so missinterpretiert wurden, wie der griechische Denker Epikur, der 341 auf Samos geboren wurde. Bis heute eilt ihm der Ruf voraus ein wilder Lüstling zu sein, weil er die Lust (griech.: Hedone), zum obersten Prinzip des menschlichen Lebens erhob. Epikur ging dabei von einer sehr einfachen Erfahrung aus. Er sah, dass der Mensch bereits im Säuglingsalter nach dem strebt, was ihm Lust verschafft.

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HOFFNUNG, MIT VERGNÜGEN

Hoffnung, mit Vergnügen

waldWenn wir gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben, dann starten wir das Jahr mit Hoffnung.

Hoffnung, dass wir es diesmal schaffen den inneren Schweinehund zu überlisten.

Wir werfen einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft ohne den Ballast alter Gewohnheiten.

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JANUAR-PHILOSKOP: SCHELLING

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling,
27. Januar 1775

Der in Leonberg im damaligen Herzogtum Württemberg geborene deutsche Philosoph zählt zu den bedeutendsten Vertretern des sogenannten Deutschen Idealismus. Kaum ein anderer Denker wurde von seinen Zeitgenossen gleichermaßen geschätzt wie verachtet.

Während die einen in seiner sehr spekulativen, von der Mystik angehauchten Philosophie nichts anderes als ein In-den-Tag-Hineinschwätzen erkannten, so der boshafte Kommentar Arthur Schopenhauers über Schelling, verehrten andere ihn als Genie.

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SOKRATES: MEHR SEIN ALS SCHEIN

„Und dass ein Mann vor allem anderen danach streben müsse, nicht dass er scheine, gut zu sein, sondern dass er es sei.“

Was Sokrates hier im Blick hat, ist keine geringe Aufgabe für den Menschen. Es geht zunächst um das Thema Heuchelei versus Aufrichtigkeit.

Wer gut erscheint, erscheint vor den anderen als gut. Es gibt Menschen, die es trefflich verstehen, sich vor anderen so zu inszenieren, dass sie in einem guten Licht dastehen. Sie wissen, was die Gesellschaft von ihnen erwarten und erfüllen diese Erwartung auch.

Doch diese Haltung hat für Sokrates wenig bis gar nichts mit dem zu tun, was er mit einem guten Menschen verbindet. Es geht ihm um etwas Authentisches.

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