Schlichte Verzauberung

oder die Befreiung des Herzens.

Wer wacht über uns, wer schützt uns und wovor? Wenn wir uns auf dem Weg umwenden könnten - doch dies ist uns verwehrt - so sähen wir, dass unser Schatten weit hinter uns zurückbleibt…

- Christian Bobin, aus dem Vorwort seines Buches Schlichte Verzauberung

 

Ja, wer wacht über uns?
Benötigen wir überhaupt Schutz?
Und wenn ja, wovor?
Gibt es mehr Gefahren als früher?
Und ist die Welt wirklich grausamer geworden?
Was ist unsere größte Angst?
Können wir uns davor schützen?
Oder sind wir gar die einzige Gefahr für uns selbst?
Gefahr durch mangelnde Offenheit?
„… wann sind wir endlich offen und Empfänger?“ (- Rainer Maria Rilke)
Bleibt unser Schatten wirklich weit hinter uns zurück?
Können wir selbst bestimmen, ob unser Schatten vor oder hinter uns liegt?
Genügt dabei die „Leidenschaft für das Mögliche“? (- William Sloane Coffin)
Was benötigen wir noch?
Gibt es Grenzen des Möglichen?
Ist es an uns diese Grenzen hinauszuschieben „bis in den Bereich des scheinbar Unmöglichen“? (- David Steindl Rast)
Werden Grenzen dadurch aufgelöst?
Die auf der Landkarte und die im Kopf?
Können wir „die Angst loslassen, wenn wir aufhören die Vergangenheit in die Zukunft zu projizieren“? (- Jerry Jampolsky)
Kann dann endlich Schatten zu Licht werden?
Sind Hoffnung und Vergebung das Geheimnis?
Können wir „die Welt mit Güte halten“? (- Jack Kornfield)
Ist das die Weisheit unseres Herzens?
Seine Befreiung, oder die schlichte Verzauberung…

 

Nina Schmid, Mai 2017

 

Ich persönlich mag es, dass es auf eine Frage nicht immer eine Antwort gibt. Zumindest nicht immanent. Ich persönlich mag es auch, dass sich durch eine Frage neue Fragen auftun, und ich trotzdem das Gefühl eines Erkenntnisgewinns habe.

 

 

Art by @Sara Shakeel