Das erfüllte Leben

Und warum das Nachdenken über den Tod dafür so wichtig ist...

Ist das Sterben oder der Tod etwas womit Sie sich beschäftigen?

Der Tod ist etwas womit ich mich immer wieder beschäftige… Als Jugendliche, ist die Schwester eines sehr engen Freundes bei einem Autounfall gestorben und da hat der Tod mit Wucht Eintritt in unser Leben genommen. Sicherlich habe ich da – durch die enge Verbandelung unserer Familien und die enge Freundschaft die uns einte – ein anderes Gewahrsein entwickelt. Doch das erste Mal, dass ich selbst wahrhaftige Angst vor dem Tod fühlte, war als meine erste Tochter geboren wurde. Das Risiko des plötzlichen Kindstodes hat mir schreckliche Angst bereitet. Auf einmal merkte ich, dass ich mich intensiv mit dem Thema Tod auseinandersetzte, durch dieses unendlich kostbare Geschenk, welches ich mit der Geburt meiner Tochter erhalten hatte. Mit dem Entstehen dieses jungen Lebens, entstand auch die Angst vor dem Tod bei mir.
Ich hatte bis dahin nie wirkliche Angst vor dem Tod – kein Auto konnte schnell genug sein, kein Bungee-Sprung hoch genug…

Wie hat sich diese Angst geäußert? Wie hat sie sich gezeigt?

Die Angst war ausschließlich bezogen auf das Thema “plötzlicher Kindstod”. Im Krankenhaus wird man ja, bevor man nach Hause entlassen wird, auf die Risiken hingewiesen, wenn das Neugeborene z.B. mit im eigenen Bett schläft oder wenn das Zimmer zu warm ist o.ä. Der Gedanke am Nachmittag ins Zimmer zu kommen und nicht etwa ein friedlich schlafendes Baby, sondern ein nicht mehr atmendes Baby vorzufinden, hat Panik in mir aufsteigen lassen. Erst die Zeilen in dem Buch einer Hebamme, haben wieder Frieden und Ruhe in mein Mutterherz gebracht. Sie lauteten in etwa so: “Mit dem Entstehen des Lebens, entsteht zugleich die Möglichkeit des Todes. Leben und Tod gehören immer zusammen.” Diese Klarheit, dass der Tod immer Teil des Lebens ist, hat mir sehr geholfen und ich konnte meine Angst komplett gehen lassen.

Haben Sie daraufhin etwas verändert? Haben Sie schrittweise etwas umgesetzt?

Nein – es war wirklich eine fast philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Leben und dem Thema Tod, die bei mir zu einer Annahme und damit letztendlich zu innerem Frieden geführt haben.

Waren Sie seitdem wieder Bungee-Jumpen?

Ehrlich gesagt: Nein! Das was zu der Sorge um die Kinder noch zusätzlich entsteht, ist eine größere Achtsamkeit für einen selbst. Ich habe nicht direkt Angst um mich, aber ich würde es den Kindern wünschen, nicht ohne Mutter aufwachsen zu müssen… So mache ich mir, wenn ich gemeinsam mit den Kindern wegfliege, auch immer weit weniger Gedanken – wir würden ein ggf. schicksalhaftes Ende so zumindest teilen. Wenn entweder die Kinder oder ich alleine fliegen, bin ich eher beunruhigt. Die Trennung von den Liebsten, die ein Tod mich sich bringt, ist ein Gedanke der in mir Unwohlsein hervorruft. Kinder verlieren Eltern, Eltern verlieren ihre Kinder. Das ist für mich die wahrhaftige Tragik – wenn es in einem nicht natürlichen Lebensalter bzw. durch nicht natürliche Umstände geschieht.

Hat das Gefühl des Friedens, von dem Sie vorher sprachen, noch in weitere Lebensbereiche reingewirkt?

Früher wurde der Tod in unserer Gesellschaft stark tabuisiert. Doch plötzlich ist der Tod in aller Munde. Ständig wird einem gepredigt, man solle leben, als wäre es der letzte Tag, als würde einem der Tod auf der Schulter sitzen… Ich persönlich finde, dass das falsch besetzt wird; der Tod wird in den Vordergrund gestellt. Ich möchte aber das Leben in den Vordergrund stellen. Ich möchte darauf achten, dass ich an jedem Tag, dem Leben die richtige Ehre erweise.

Meinen Sie damit, dass man eher das Leben wertschätzt und sich nicht stresst aufgrund eines möglichen nahenden Endes?

Es scheint, dass der Tod fast eine Art von Ruhm erhalten hat. Und der Gedanke der Achtsamkeit, basiert oft eher auf dem Gedanken der Endlichkeit. Wenn ich jedes Mal, wenn ich meine Kinder verabschiede, dieses Element der möglichen Endlichkeit mit reinbringe, und jedes Mal denke: “Oh mein Gott, bitte lass sie mich wiedersehen! Bitte lass es nicht das letzte Mal sein, dass ich in ihre Augen blicke! Noch schnell ein Kuss!”, dann bekommt das alles eine Dramatik, die für mich im normalen freudvollen Leben nichts zu suchen hat. Ich möchte meine Kinder mit Leichtigkeit und Freude entlassen und in dem Vertrauen, dass das Leben weitergeht.

Ihre Kinder sind 11 und 13 – sprechen Sie mit ihren Kindern denn über den Tod?

Wir sprechen ziemlich intensiv über ziemlich viele Themen… Und es gibt einen Spruch, den ich immer wieder bringe, bei dem beide Kinder gerne die Augen verdrehen: Wenn die Kinder mir sagen, dass das oder das “ganz sicher!” sei, dann sage ich immer “Das einzig sichere ist der Tod!”… Um mit ein bißchen Humor und Leichtigkeit darauf hinzuweisen, dass wir vieles nicht genau wissen und, dass es so viel mehr Möglichkeiten gibt, als wir uns auszumalen in der Lage sind! Wir wissen nur, dass wir irgendwann sterben. Das gehört zum Leben dazu – und da ist die Schleife zu dem was ich anfangs erzählte…

Meinen Sie, dass wir insgesamt mehr mit Kindern über den Tod sprechen sollten, sodass dieser mehr zur Normalität gehört?

Ich wurde als Kind nicht auf Beerdigungen mitgenommen, zu meinem eigenen Schutz. Ich glaube, dass ich dies bei meinen Kindern, sollte ich damit konfrontiert werden, dass ein uns nahestehender Mensch stirbt, anders machen würde. Auch Kinder haben ein Recht sich zu verabschieden und eine Beerdigung ist, bei aller Traurigkeit, auch oft so herzerwärmend, da alle Betroffenen so eng zusammenwachsen. Das kann durchaus auch von Kindern gefühlt und verstanden werden und letztendlich sehr heilsam für sie sein.
Wenn ich meinen Kindern etwas scherzhaft sage “Das einzig sichere ist der Tod”, dann meine ich das eigentlich sehr ernst. Wir wissen intellektuell so unglaublich viel und doch verstehen wir oft so wenig. Das einzige was wir machen können, ist dem Leben zu vertrauen…

Was bewegt Sie sonst, bezüglich des Todes?

In der Vorbereitung auf das Gespräch habe ich viel über das Thema Tod nachgedacht. Bei einem meiner Spaziergänge, kam mir plötzlich mein Philosophie-Professor an der Schule in den Sinn mit folgendem Ausspruch, den er damals etwas zynisch von sich gab. Er meinte, dass man es allgemein so sehen würde, als wäre es der größte Liebesbeweis, wenn man zu jemandem sagen würde: “Ich würde für Dich sterben!”, und erklärte uns dann, der viel heroischere Akt wäre, wenn man für den Anderen leben würde… Das hatte mich damals als 18-Jährige tief berührt. Und auch hier ist es wieder die Umkehrung der normalen Denkweise, die mich fasziniert.

Was meinen Sie – wie sollten wir leben, damit wir furchtlos sterben können?

Als ich – auch mit 18 Jahren – den Psychothriller Sieben sah, war ich entsetzt, was die Menschen bereit waren sich anzutun oder antun zu lassen um vermeintlich dem Tod zu entrinnen. Nur weil ihnen eine Pistole an den Kopf gehalten wurde, und ihnen gesagt wurde, dass sie sonst erschossen werden würden, waren sie bereit sich selbst auf gruseligste Art und Weise zu verstümmeln. Für mich, damals und heute, völlig unverständlich… Die Angst vor dem Tod ist bei vielen Menschen so stark und dennoch leben sie ihr Leben so unbewusst…

Wir sollten jeden Tag dem Leben huldigen, nicht erst, wenn es uns genommen werden kann. Wir sollten so leben, dass wenn uns diese vermeintliche Pistole an den Kopf gehalten werden würde, wir in Frieden und Freiheit gehen könnten.

Die eigentliche Frage sollte doch sein: Wie sollten wir leben, wenn wir nie sterben würden? Welche Werte wären für uns wichtig, wenn es immer weitergehen würde? Was hätte das für einen Einfluss auf unsere Handlungen? Würden wir uns anders ausrichten, wenn wir immer weiterleben müssten? Und wäre es dann ein “müssten” oder ein “dürften”?

 

Nina Schmid, März 2018

Das Interview ist in gekürzter Form in der April-Ausgabe des GEO Magazins erschienen.
Im Rahmen des sehr lesenswerten Leit-Artikels “Das erfüllte Leben – Und warum das Nachdenken über den Tod dafür so wichtig ist”, sind unterschiedliche Persönlichkeiten über das Leben und den Tod interviewt worden.

Erfahren Sie hier noch mehr darüber, was mir das Leben bedeutet…

 

 

 

Pic by Roman Pawlowski für das GEO Magazin

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Rezension von Michael Nowak, 23.6.18: Quantenphilosophie und Spiritualität: Wie unser Wille Gesundheit und Wohlbefinden steuert, 20. Februar 2017, von Ulrich Warnke Der Titel und der berufliche Werdegang Warnkes hatten mich auf das Buch neugierig gemacht. Ich mache es kurz: Warnke zeigt in dem Buch sein umfangreiches Wissen in den Bereichen Biologie, Physik und Psychologie. Er versucht mit dem Buch die Beeinflussung von Materie durch den Willen zu belegen. Seine Deutungen sind dabei hochspekulativ. Seine Begründungen sind methodisch fraglich. Analogien sind keine Argumente und Zitate berühmter Autoren können unterhaltsam sein und zum Denken anregen; sie begründen aber nichts. Das Zitieren von Studienergebnissen belegt auch nichts, wenn man diese nicht kritisch hinterfragt und differenziert betrachtet. Alternative Erklärungen werden nicht aufgeführt oder thematisiert. Abweichende Untersuchungen werden nicht zitiert. Das wäre für den Rezipienten zur Meinungsbildung und Bewertung hilfreich gewesen. Dafür greift Warnke tief in die Esoterik-Kiste und ordnet alles von der Reinkarnation, über Nahtoderlebnisse bis hin zur schwarzen Materie einem universellen Bewusstsein zu. Das Buch wird weder philosophischen Ansprüchen nach einer klaren Begrifflichkeit und logischen Argumentation noch wissenschaftlichen Ansprüchen nach einer kritischen Beleuchtung der empirischen Forschung mit Diskussion, wie die spekulativen Thesen überprüft werden können, gerecht. Nach der Lektüre bin ich mir nicht sicher ob ich mehr enttäuscht oder mehr verärgert bin. Fazit: Das Buch kann ich nicht empfehlen. Allen, die das Buch dennoch lesen, empfehle ich kritisch zu bleiben.

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Danke, lieber Michael! Auch Julia und mir spricht der Text aus der Seele. Herzliche Grüße, Nina

Wunderbar, das spricht mir aus der Seele. Heimat ist das Vertraute, Persönliche und Individuelle. Eine die Heimat gibt es allerdings nicht.

[…] Sie mehr über die Intention das eigene Ich zu Formen, in dem Blogbeitrag “A life of intentionality” von Nina […]

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[…] Sie im Kontext des Internationalen Frauentages doch den Beitrag von Nina Schmid zum Thema Feminismus! Wir freuen uns über Ihre […]

[…] Sie nicht unseren Blogbeitrag Macht der Vergebung und das dazugehörige Video. […]

[…] hat Nina Schmid im Dezember 2017 Fragen zum Thema “Angst” gestellt. Lesen Sie hier das gesamte […]

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[…] Kennen Sie bereits unsere Serie “Philo und Sophia”? “Liebe” und “Weisheit” im Gespräch. Hier finden Sie aus dieser Serie einen Beitrag über Das Auge und hier zum Thema Vorbilder. […]

[…] Erinnern Sie sich noch an unsere Empfehlung des TED-Talks von Julian Treasure? Er sagt: “I believe that every human being needs to listen consciously in order to live fully – connected in space and in time to the physical world around us, connected in understanding to each other, not to mention spiritually connected, because every spiritual path I know of has listening and contemplation at its heart.” Wenn Sie der TED-Talk interessiert, dann folgen Sie diesem Link. […]

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Liebe Julia, danke für diesen wunderbaren Artikel. Du schreibst in Deinem wundervollen Stil genau das, was ich fühle. Danke Dir von ganzem Herzen für diese Verbindung. Liebe Glitzergrüsse aus Nürnberg Iris Schuster

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[…] lesen Sie vor allem anderen erstmal den Blog zum Thema Quantenphilosophie und Spiritualität von Julia Kalmund und nähern Sie sich so den Büchern von Ulrich […]

[…] “Die Referenten haben mich in die Lage versetzt die Dinge für einen Moment von einer höheren Ebene aus zu betrachten… Die Beleuchtung der Komplexität in allen Themenbereichen, und der Einblick in die Reichweite der Folgen unseres täglichen Tuns, bringen mich insofern weiter, dass sie mir noch mehr Achtsamkeit im Alltag ans Herz legen. Wir fällen so oft so schnell Urteile und wünschen uns so sehr einfache schnelle Lösungen zu finden, dass dies droht Teil des Problems zu werden.”, schrieb ich im November 2017 im Nachgang zu unserer Ethik-Konferenz. Auch hier ging es mir um den Blick von oben… Den Beitrag in voller Länge finden Sie hier.  […]

[…] in seiner Rede Das hier ist Wasser. Auch hier geht es letztendlich um das Thema Wahrheit. Lesen Sie mehr […]

[…] Angst […]

[…] Sie den Blogbeitrag Aus Alt mach Neu von Julia Kalmund, um noch über das Thema Jahreswechsel zu […]

[…] Sie einen Auszug lesen möchten, dann finden Sie diesen hier. Doch ein kleiner Hinweis: Die Haptik und die Optik spielen für die meisten von uns Menschen eine […]

Von Herzen gerne! Liebste Grüße zurück - und Danke für die Rückmeldung/den Kommentar. Das schätze ich sehr! Nina

Fantastisch! Ein Feuerwerk an klugen, witzigen und "very handsome" Inspirationen. Danke dafür! Herzgruss, Cornelia

Sehr schön gesagt, lieber Michael! Danke!

Wenn man alles hat, hat man nichts! Denn es gibt keinen Unterschied mehr, alles ist gleich verfügbar. Ich würde mir Folgendes wünschen: Neues erfahren, auch Mal gefordert werden und dabei das Leben zu meistern.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!" Erich Kästner

Liebe Julia Kalmund, die Zeitschiene ist wie ein roter Faden im Leben. Und Orientierung ist schließlich eines unserer großen Grundbedürfnisse. Sie ist, so meine ich, allerdings auch ein großer Hemmschuh. Nämlich dafür, das Jetzt&Hier zu spüren und zu leben. Wir denken rückwärts und agieren vorwärts, verstandgetrieben. Unseren inneren Kern erleben wir nur im Hier&Jetzt, der nur dann in der äußeren Welt einen Nutzen erweist. Das macht sich als "Sinn" in unserem Begreifen deutlich. So sehe ich das jedenfalls. Noch etwas: Woher wissen wir, dass es nur diese eine Zeitschiene gibt? Nicht verschiedene Parallelzustände etwa? Quantentheoretiker haben höchst inspirierende und befreiende Ideen dazu. Gerade neulich sprach ich mit einem darüber. Jedenfalls - am liebsten ist mir eine dichte, lebendige Augenblicksqualität. Ich arbeite daran, immer öfter sogar erfolgreich:-). Herzlich, Cornelia Katinka Lütge

Ich finde es sehr gut und richtig den Blick weg von der Schuld und hin zur Verantwortung zu lenken. Genauer noch: zur Selbstverantwortung! Die Ursachenforschung im Zusammenhang mit den Geschehnissen in HH dürfte weit greifen: Politik auf Bundes- bzw. städtischer Ebene, Weltpolitik, Sicherheit, Gruppierungen, Einzelne. Wer hat wo und aus welchem Grund die Verantwortung für das eigene Handeln aus den Augen verloren, die Auswirkungen auf Andere billigend in Kauf genommen, opportunistisch entschieden? Die Fragen sind mindestens so komplex und miteinander verwoben wie deren Antworten. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn die Rufe nach Rücktritt Erfolg hätten. Es geht nun um tiefe und breite Reflexion, verantwortungsvolle Schlüsse und Entscheidungen für akute sowie chronische Notwendigkeiten: Wie werden Geschädigte entschädigt? Wie verbessern wir unseren Bildungsauftrag? Was müssen Experten dazu lernen usf. Und den offenen Dialog damit mit den BürgerInnen unserer verletzten Stadt. Einzig, in dieser schnellebigen Zeit, beschäftigt der Alltag und nachfolgende Erlebnisse, die das Gras rascher wachsen lassen. Ich bin gespannt, liebe Nina, was wir dazu noch erfahren werden. In meinem Dunstkreis jedenfalls ist G20 in HH bislang noch täglich Thema...

"Wir wollen eine uns eigene Existenz aufbauen, tun aber wahrscheinlich gut daran den Männer ihre Männlichkeit nicht zu nehmen. Denn das ist eine Frage der Würde." Wirklich nett! Ich finde es in diesen Debatten immer wieder schlimm wie eindimensional über Männer abgeurteilt wird. Als könnte man als Mann kein harter Kerl sein und gleichzeitig auch weiche und sanfte Züge haben. Überhaupt dieses ganze Gerede über Männer, als wären wir alle gefühlose Grobiane, die jetzt durch den Feminismus das erste Mal die Chance haben, sowas wie Gefühle kennen zu lernen. Da sieht man nur, dass viele der bestehenden Stereotype nicht nur jahrelang von uns Männern getragen wurden sondern mindestens genau so massiv von Frauen weitergereicht wurden. Und ich will hier kein Derailing betreiben. (Vielleicht mache ich es ohne es zu merken, ich sollte mir da kritischer gegenüber sein.) Sehr viel von dem Mist zwischen den Geschlechtern geht zweifelslos von Männern aus, aber manchmal hat man das Gefühl, die Frauen würden die Probleme überall suchen, und finden, nur nicht in ihrem eigenen Verhalten, zu sich selbst und zueinander.

Vielleicht ist das mit dem Feminismus wie mit dem Geld: Der schlechte Ruf eilt voraus. Und womöglich ist der sogar gewollt, denn da steckt ja viel MACHT drin. Nicht nur im Geld. Auch im Feminismus und der potentiellen Wirkung, dass Frauen wirklich gleichberechtigt - auch finanziell - sind. Mein Verstand kann verstehen, dass viele diesen Zustand fürchten und die Wirtschaft losrechnet, wie man diese diese Fairness und Gehaltserhöhung für Frauen leisten kann. Doch ganz ehrlich und von Herzen: wie viel lebenswerter ist die Welt und auch das Geld und jede partnerschaftliche Beziehung, wenn einfach mal die Ausbeutung qualifizierter Frauen und Mütter nicht mehr gegeben ist? Vielleicht kann ich das als Geldcoach nur anders herum sehen: Für mich ist Feminismus ein Thema für die Männer. Ich habe viele begleitet, die in Scheidungen vieles oder alles verloren haben oder gar Schulden machen mussten. Wenn Frauen nahtlos gut und gleichberechtigt jederzeit Geld verdienen, wäre das in dem Maße ja nicht mehr der Fall. Leider waren wir bisher noch nicht in der Lage die Vielzahl an Einzelfällen als kollektives Problem zu lösen. Indem wir uns nicht mehr nur direkt für die eigenen Interessen einsetzen, sondern auch für diejenigen, deren Kräfte wir benötigen und wertschätzen: Dann engagieren sich Männer für Frauen und Rentner wählen für die Interessen der nicht wahlberechtigten Kinder und Jugendlichen.

Vielen Dank für diese Worte! Herzliche Grüße!

Volle Zustimmung! Lasst uns im Kontakt mit unserem Sehnen an positiven Visionen arbeiten!

Sehr gerne! Auch wir finden, dass es wichtig ist zu verstehen, dass es immer noch ein sehr aktuelles Thema ist das uns alle angeht und angehen muss. Jung und alt, männlich und weiblich. Es hat mich sehr nachdenklich und auch traurig gestimmt, als Angela Merkel vor gar nicht langer Zeit bei dem G20 Frauengipfel sagte, sie würde sich nicht als Feministin fühlen. Feministin zu sein, bedeutet wirklich nur dafür einzustehen, dass alle dieselben Rechte genießen. Also: We should all be feminists! Herzliche Grüße, Nina

Emma Watsons Rede rührt mich immer wieder zu Tränen! Und ich merke: Ich werde sehr ungeduldig, absolut ungnädig und immer kämpferischer. Meine beiden Töchter und all die anderen tollen Mädchen da draußen sollen keine Grenzen erfahren. Weil sie weiblich sind! Danke für diesen Beitrag!

Liebe Cornelia, vielen Dank für die Anregung! Das wissen wir wirklich sehr zu schätzen. Und ja! Unbedingt sehr gerne bald etwas zu Fehler und Lernen.... Liebste Grüße, Nina

Das Verzwickte ist: Hat ein Unternehmen das Neue, das die GenY mitbringt, eingeschwungen, kann essogleich mit der GenZ weitermachen. Die nämlich, so heißt es, haben wieder ganz andere Vorstellungen. Es wird sich also etwas Prozesshaftes etablieren, fast fluide. Deswegen müssen wir uns auf agiles Arbeiten einlassen und eine neue Fehler- und Lernkultur zulassen. Schreibt ihr etwas über Fehler und das Lernen, bitte? Es hängt so viel daran. Herzlich, Cornelia

Danke, lieber Dominik!

Liebe Cornelia, sehr, sehr gerne! Vielen lieben Dank, dass Du uns zu unseren Blogbeiträgen schreibst! Das ist sehr wertvoll für uns. Herzlichst, Nina

Oh, wow! "Die Liebe hört niemals auf. – Korinther" - der Taufspruch für meine Töchter. Danke für diese wunderbare Auswahl so schöner Aussagen zur Liebe!

Sehr schöner Beitrag! - Und ich hab den passenden Song dazu geschrieben :-)) https://youtu.be/6bfmYY-bEHQ Alles LIEBE - Dominik

Liebe Cornelia, Du weisst wie glücklich und dankbar mich Deine Worte machen und ich freue mich sehr, dass wir uns gefunden haben. Herzlichst und bis hoffentlich ganz bald, Nina

Liebe Elke, es würde mich natürlich riesig freuen, wenn mein kleines Buch seinen Weg auch in Deine Hände und in Dein Herz finden würde. Ich wünsche auf jeden Fall einen wunderbaren Urlaub und freue mich sehr, dass wir durch Street Philosophy Cornelia 'gefunden' haben und dadurch auch den ohfamoosen Blog. Sehr herzliche Grüße, Nina

Wow, das freut mich sehr, dass dieser so wunderbare Beitrag auch hier zu lesen ist. Denn Cornelia hat ein sehr feines Gespür für das Gute dieser Welt – ich merke, bald muss ich dieses Werk auch lesen – und da bald Urlaub ist, bin ich hier auch guter, nein: bester Dinge :-)

Liebe Nina! Dein Buch hat einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich habe es schon mehrfach empfohlen, davon erzählt. Dass meine Sicht auf dein Werk nun einen Platz in deinem "read and reflect" hat, erfreut mich an diesem sonnig-stürmischen Morgen. Liebstgruss, Cornelia