Ein wahrhaft gutes Leben – wie geht das?

Repost Blog ohfamoos, geschrieben von Cornelia Lütge...

Kann ein Hund wirklich dein Leben verändern?

Gar retten? Ich meine nicht einen Lawinen- oder Blindenhund. Sondern einen, der keine „Funktion“ hat. Und vielleicht gerade deshalb seinen Menschen tief im Innern erkennt, spiegelt, herausfordert. Und so zu manch „magischer“ Erkenntnis bewegt. ‚The anagram of god is dog‘ beschreibt so eine Geschichte. Sehr persönlich und gleichzeitig von allumfassender Bedeutung. Ein wahrhaft magisches Buch.

Die Autorin Nina Schmid habe ich auf ihren „Street Philosophy“-Events im Hamburger East-Hotel kennengelernt. Auf ihr Erstlingswerk war ich sofort neugierig, denn mir gefällt, wie sie es vermag, philosophische Betrachtungen ganz bodenständig und doch zart zu verpacken. Schon den Titel fand ich ungewöhnlich: sehr einfallsreich und wortgewandt. Dass das Buch in Englisch geschrieben wurde, reizte mich zudem. Ich mag die englische Sprache und empfinde sie gerade bei weniger fachlichen Themen als facettenreicher als die deutsche.

Nina Schmid’s Buch kommt daher wie ein kleines Kunstwerk:

Zunächst zur Form des Buches – weil allein das erwähnens- und liebenswert ist. Haptisch ist es auffällig: feine Kartonage. Positivdruck. Festes Papier auch für die einzelnen Seiten. Das Farbkonzept: feurig-warmes orange, kartonfarbe und schwarz. Klingt banal. Ist aber eine Augenweide. Nina’s Layouter Niels Buschke hat einen formidablen Job gemacht: mutig nutzt er die Klaviatur der Formatierungsmöglichkeiten von riesig bis winzig, fett, kursiv, eingerückt, Großbuchstaben usf. und bricht damit mit allen gängigen Regeln. Sehr geschickt, wie ich meine. Denn nie wirkt es überfrachtet. Immer einladend, eigene Gedanken nochmals andersherum schweifen zu lassen.

Ein Buch, in dem jede einzelne Seite fast wie ein Cover anmutet, das sagt: „Schaut her, ihr LeserInnen, auf jeder Seite, in jeder Zeile steckt all meine Aufmerksamkeit, all mein Ansinnen, all meine Liebe für mein Werk!“ Und- übrigens – die vielen, wunderbaren Fotos hat die Autorin bei ihren täglichen Spaziergängen selbst geschossen.

Hoomy’s 7 Geheimnisse für ein wahrhaftig gutes Leben:

Die Autorin deutet nur an, dass sie mit ihren zwei Töchtern etwas Einschneidendes erlebt hat – völlig out of the blue. Und dass ihr Leben sich nicht leicht und gut anfühlte. Bis Hoomy im Winter 2012 zu ihnen kam. Ein großer, schwarzer Hund mit kurzem lockigen Fell. „Her soul, heart, mind and body are in complete harmony. She is a true master“, so beschreibt ihn Nina Schmid. Und weiht uns in die sieben Geheimnisse ein, die sie von Hoomy gelernt hat und die nach ihrem Verständnis zu einem wahrhaftig guten Leben beitragen:

Courage / The Beginner’s Mind / Connection / Oneness / Good Health / Beauty / The Secret of Life is to Live

Jedem Geheimnis widmet sie ein Kapitel. Jedes Geheimnis findet Gesellschaft zwischen Zitaten von Weltmännern und –frauen wie Marylin Monroe, Hermann Hesse, Rumi und Emile Coué. Mit ihren Fragen fordert sie die LeserInnen ordentlich heraus. Mit dem Erzählen ihrer eigenen Erfahrungen lässt sie uns an ihrem inneren Prozess teilhaben. Nie voyeuristisch. Immer angemessen distanziert. Doch sehr nah. Und stets wie eine Einladung, die jedes Fordern vermissen lässt.

Ein Buch nicht für Jeden, aber für Alle:

‚the anagram of god is dog‘ ist ein sehr, sehr feinsinniges Buch! Es wird das Gemüt all jener bewegen und berühren, die mit wachem Geist und offenem Herzen Antworten auf Lebensfragen finden möchten. Fragen wie: „Was ist wirklich-wirklich wichtig?“ oder „Auf was kann ich zählen? Immer!“ oder „Welche kleinen und leisen Schritte kann ich wagen, wenn ich wieder zuversichtlich voran schreiten möchte?“ Allein das Lesen der vielen ausgesuchten Zitate ist ein Feuerwerk an Inspiration. Dem nicht genug. Was die charmante Autorin wahrlich versteht ist, uns auf den Boden der Tatsachen einzuladen.

Und bei allem Respekt und aller Liebe für Schöngeistiges – am Ende geht es um’s Machen.

Der Pfad des Erwachens will schließlich mit dem ersten Schritt gegangen werden! Die Autorin hat riesiges Glück – in Hoomy hat sie in schwierigsten Zeiten ihren „fellow“ gefunden, der sie spiegelt und ihr immer wieder Leuchtturm ist. So jubiliert zwischen den Seiten hier und da ein Heureka. Eines in tiefer Demut und einem Begreifen des Lebens an sich. Das Buch ist sehr zart, fast zerbrechlich, gleichwohl mächtig und aufrecht in seinen Botschaften und seiner Erzählung. Reif und sich findend. Eine sehr elegante Innensicht einer Frau, die Vieles zu geben hat – und vermag. Es ist definitiv zu schade und zu reich, um es nur einmal zu lesen!

Als Blogbeitrag bei ohfamoos erschienen, von der oh so famosen Autorin Cornelia Lütge!

Tausend Dank, liebe Cornelia!

 

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