Julian Nida-Rümelin
“EINE PHILOSOPHIE HUMANER BILDUNG”

 

Eine humane Bildungspraxis ist darauf gerichtet, die Integrität der Person zu achten und zu fördern, die Person als Ganze, nicht in ihrem Funktionieren für diese oder jene Zwecke, zu respektieren und günstige Bedingungen für ihre Entfaltung zu schaffen.

Eine humane Bildung soll den ganzen Menschen in den Blick nehmen, ihn in seiner ästhetische, emtionalen, ethischen und kognitiven Dimension respektieren.

Die menschliche Praxis verlangt nach Kohärenz emotiver und kognitiver ästhetischer und ethischer Erfahrungen und Einstellungen.

Diese Kohärenz zu entwickeln helfen und damit ein in sich stimmiges Leben zu ermöglichen dazu beizutragen, dass Menschen in die unterschiedlichen Phasen ihres Lebens mit sich im Reinen sind ist oberstes Ziel humaner Bildung.

 

JULIAN NIDA-RÜMELIN gehört zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland.
Er lehrt Philosophie und Politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin, ord. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie der Akademie für Ethik in der Medizin.
1998-2002 wechselte Nida-Rümelin in die Kulturpolitik, als Kulturreferent der Landeshauptstadt München, dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröders.

Zurück zur Übersicht | Nächster Speaker