Harald Lesch
“42 – DAS ABENDLAND UND DIE ALGORITHMEN”

 

Kern des abendländischen Selbstverständnisses ist der emanzipierte, aufgeklärte Mensch.
Jemand der weiß wo er sich in Raum und Zeit befindet, woher er kommt, was wichtig ist und was weniger wichtig  und das alle Herkunft nur Zufall ist.

Da ist jemand gebildet und nicht nur informiert.

Doch der Einsatz des digitalen Globalgehirns Internet scheint uns alle ja vom Wissen in Zusammenhängen zu “befreien”.

Selbstlernende Algorithmen liefern Lösungen, deren Ursprung und Grund sie nicht angeben, ja grundsätzlich nicht angeben können. Somit ist ein Erkenntnisgewinn für zukünftiges Handeln ausgeschlossen.

Dann hätten wir aber nur noch Korrelationen und keine Kausalitäten mehr, also keine kommunizierbaren Ergebnisse und auch nicht mehr zu unterrichten.

Das Ende der zentralen Bildungseinrichtungen. Alles 42.

 

HARALD LESCH, Astrophysiker, Astronom, Philosoph, Journalist, Autor und Fernsehmoderator ist einer der bekanntesten Naturwissenschaftler Deutschlands und vermittelt seit vielen Jahren der breiten Öffentlichkeit spannendes naturwissenschaftliches Wissen.
Er hat zahlreiche Bücher veröffentlich und moderiert u.a. im ZDF die beliebte Sendung “Leschs Kosmos”.

Er ist Physikprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität und Philosophieprofessor an der Universität für Philosophie in München.
Zudem ist er, neben Richard David Precht und Gerald Hüther einer der führenden Denker Deutschlands in der Bildungsdebatte.

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