Eine Auszeit

als Reise zu uns selbst...

Für viele von uns steht der Sommerurlaub bevor. Wir nehmen eine Auszeit von unserer täglichen Routine, von der Arbeit, von der nervtötenden Großstadt mit Lärm und Staus, Gedränge und dem Missmut unserer Mitmenschen. Nehmen wir aber auch eine Auszeit von uns selbst? Wen nehmen wir denn mit in den Urlaub, abgesehen von unseren Lieben?

Wir haben ja den Urlaub verdient, wir haben hart gearbeitet. Wir haben uns gefordert, uns für andere “geopfert”. Wir haben uns den Zwängen gebeugt, mal freiwillig, mal zähneknirschend. Jetzt sind wir durch und brauchen eine Pause. Brauchen wir eine Pause von uns selbst? Und wie geht das? Sind die vielfältigen Aktivitäten, denen wir uns im Urlaub freiwillig hingeben, bloß eine Beschäftigungstherapie, um uns nicht mit unserem Gegenüber im Spiegel auseinandersetzen zu müssen?

Jon Kabat-Zinn, Begründer des Zentrums für Achtsamkeit in Medizin hat vor einigen Jahren ein wunderbares Buch  geschrieben „Wherever You Go, There You Are“. Wir nehmen uns selbst immer auf unsere Reisen mit. Was nicht heißt, dass wir immer bei uns sind…

Verständlich, wenn wir auch zu uns selbst auf Distanz gehen möchten. Schließlich verbringen wir viele Stunden am Tag in einem internen Dialog mit der Person, der wir nicht entrinnen können, und die uns am Nächsten, wenn nicht immer am Liebsten ist.

Diese Auszeit könnte man aber auch anders nutzen. Wenn wir am Ziel angekommen sind, wenn die äußeren Belastungen von einem Abfallen, wenn wir nicht mehr unter Strom und in ständiger Anspannung unterwegs sind, dann könnten wir liebevoll einen Blick auf unsere Person werfen. Uns aus einer Ruhephase heraus einmal anders betrachten, weniger kritisch, aufmerksamer. Uns annehmen, so wie wir sind. Wir könnten anerkennen, was wir so täglich leisten, wir könnten hinschauen, wo wir stark und wo wir schwach sind. Wir könnten ehrlich zugeben, was uns an uns gefällt, und wo Korrekturen guttun würden. Oder nicht nur einen Ortswechsel sondern auch einen Perspektivwechsel vollziehen…

Während dieser kostbaren Stunden könnten wir uns gewissermaßen etwas hängen lassen, als eine kleine Wiedergutmachung für all die Male, wenn wir tapfer durchgehalten haben, oder wir könnten aber, aus einer neugewonnenen Gelassenheit heraus, schauen, was unsere Absichten und Wünsche für das Leben sein könnten. Was ist uns wichtig? Worauf können wir gut und gerne verzichten? Was – oder sogar wer – ist Ballast? Für was – oder für wen – wären wir bereit alles zu riskieren?

Wenn wir so in den Urlaub führen, dann wäre die Auszeit eine wunderbare Reise zu uns selber.

 

Julia Kalmund, Juni 2018

 

Auch wir machen eine kleine Auszeit von unserem Newsletter in diesem Sommer. Nicht nur um zu verreisen, sondern um in Tiefe all die Dinge zu planen und voranzutreiben, die wir Ihnen nach dem Sommer präsentieren. 

Besonders freuen wir uns auf

  • die Umfirmierung von Street Philosophy als gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH),
  • unsere Bildungskonferenz Beyond Knowledge Anfang 2019 und
  • die Neugründung von Nina’s Good Life Institute ab Herbst 2018 mit diversen Kurs- und Coaching-Angeboten rund um das wahrhaftig gute Leben!

Bitte helfen Sie uns: Wir möchten Sie bitten uns weiterzuempfehlen, denn nur wenn wir mehr Freunde gewinnen, können wir auch mehr in der Gesellschaft bewegen! 

Wir danken für Ihre Treue und für den Austausch! Wir danken für Ihre Anregungen und Ihre Offenheit! Wir danken für Ihr Interesse und Ihre Lust am Denken!

Herzlichst, Julia und Nina